Bei meinen Tätigkeiten als Papierkünstlerin bin ich den vergangenen Jahren durch eigenes Experimentieren auf dem Weg durch die "Papierwelt" vom zweidimensionalen Papierbild zum räumlichen Bild und zum Papier-Objekt vorangeschritten.
Ich verwende neben Recyclingpapier immer wieder neue Rohmaterialien und lasse mich vom Reiz der verschiedenen unerwarteten Ergebnisse bezüglich Struktur und Farbe der geschöpften Papiere begeistern.
Seit Anfang 2008 arbeite ich mit Kozofasern.
Kozo ist die Bastfaser des wild wachsenden Papiermaulbeerbaums (Broussonetia papyrifera).
Es ist eine der drei traditionellen japanischen Bastfasern für die Papierherstellung und wird in Japan seit dem Jahre 610 n.Chr. verwendet.
Bei meinen Arbeiten entsteht das Bild des Papierobjekts im Kopf, aber im Dialog mit dem Fasermaterial gebe ich dem Material die Freiheit sich selbst zu entwickeln, meine Aufgabe ist nur das Anleiten eine bestimmte Form zu bilden.
Diese prozessorientierte Arbeitsweise bezieht den Zufall bewusst mit ein und führt zu sehr individuellen und kreativen "Papierschöpfungen".